Ein neues Kissen allein kann ein hartnäckiges Nackenproblem nicht lösen. Warum? Weil die Schulter in Seitenlage nicht genügend Platz hat, um in die Matratze einzusinken.
Beim Menschen beträgt die Differenz zwischen der Schulter und der Taille rund 10 cm. Diese Differenz sollte in der Seitenlage vom Bettsystem ausgeglichen werden. Allerdings schafft es kaum eine Matratze, 10 cm Druck aufzunehmen. So tief aber muss eine Schulter in Seitenlage abgesenkt werden können, um eine Entlastung des Schultergelenks, des Schulterblatts und des Schlüsselbeins zu erreichen. Geschieht dies nicht, wird über diese Skelettstrukturen Druck von der Schulter über das Schlüsselbein auf die Halswirbelsäule abgeleitet, was dann zu Kompensations- resp. Korrekturspannungen der Muskulatur führt.
Schlanke Menschen haben häufig zu wenig Gewicht, um die Differenz zwischen Schulter und Taille auszugleichen. Wird nun versucht die fehlende Absenkung durch ein hohes Kissen zu kompensieren, knickt die Taille noch mehr ab, Hals- und Nackenmuskulatur geraten noch stärker unter Spannung – mit schmerzlichen Folgen wie bspw. Spannungskopfschmerzen.
Es braucht eine perfekte Kombination von Lattenrost und Matratze. Diese muss über eine flexible Schulterzone verfügen und auch die Wahl des passenden Kissens ist eminent wichtig.
Viel Platz für die Schulter
Achten Sie auf nicht zu hohe und zu feste Kissen. Wenn es geht, reissen Sie im Schulterbereich auf etwa 25 bis 30 Zentimetern Breite die Latten aus dem Rost, so dass ein Loch entsteht. Die Matratze sollte eine wirklich weiche Schulterzone haben.

